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yes you are.

3. August 2017, 0:01 Uhr ... und ich - hänge Wäsche auf. 

In dem Moment weiß ich: an jetzt, an diesen Beginn meines 26. Lebensjahres werde ich mich erinnern. Nicht weil er so traurig und langweilig war, wie das jetzt vielleicht klingt. Weil er anders war. Nicht unglaublich schön, bewegend, berührend, spannend. Ich hatte in dem Augenblick niemand, der mich um 0:00 in den Arm nimmt und mir alles Gute wünscht, ich habe meine Socken fein säuberlich in einer Reihe aufgehängt. Ich wurde nicht groß gefeiert, das Telefon hat nicht geklingelt und geschrieben hat mir auch niemand sofort um 0:00 Uhr, ich habe den frischen Wäscheduft eingeatmet. Nichtmal mein Handy wollte diesen einen Song spielen, den ich mir gewünscht habe. 
Und ich? Fand das nicht schlimm. Im Gegenteil, ich habe den Moment genossen. Nachdem ich die anfängliche Ungewohntheit der Situation überwunden habe. Ganz für mich alleine - zu spüren, wo ich heute stehe, darüber nachzudenken, was im letzten Jahr so alles passiert ist und z…

02:28 Uhr. Flames just create us.

Der Tag kommt näher und die Träume fangen wieder an. Was verarbeitet ist, will nochmal beachtet werden, ganz kurz aber deutlich. Nicht zu wissen, wie es sein wird, beschert die größten Illusionen. Die ersten Sekunden entscheiden darüber, wie es weiter geht. Das erste Wiedersehen. Begrüßt man sich? Berührt man sich? Tut man so, als wäre nichts? Als wären wir flüchtige Bekannte. Ganz neutral? Wird es herzlich? Wird es kalt? Wird es gar nicht? Die ersten Sekunden entscheiden, wie der Abend wird. Ignorieren wir uns? Reden wir miteinander? Zufällige Begegnungen, zufällige Blicke? Reagieren wir aufeinander? Ist da noch dieser Faden? Sagst du was? 
Und die wichtigste aller Fragen, das größte aller Mysterien, das Bauchschmerzen Bereitende: wird sie auch da sein?
Wenn ich mir das vorstelle, mir mich in dem Moment vorstelle, werde ich ganz normal sein. Das, was ich am besten kann. Ich würde dich höflich begrüßen, nicht so, als würde ich dich besser kennen. Nicht anmerken lassen, dass da jemals me…

All I was searching for was me.

Groß sollte er sein, sehr groß. Nicht weil ich selbst so groß bin, einfach weil ich mich sonst nicht wirklich sicher fühlen kann. Und kein Lauch, ein bisschen Schnitte. Männlich, ein Macher und älter, reifer, anders. Aber gleichzeitig mit Flausen im Kopf, die ihn dazu veranlassen, mich einfach zu schnappen und wohin zu fahren. Ins Grüne oder ins Blaue, ohne Plan aber mit Leidenschaft und Spontanität. Ich will mitgerissen werden und nicht runtergezogen. Ich will mich leicht fühlen und nicht haltlos. Ich schätze kleine Gesten so viel mehr als teure Geschenke und mein Herz klopft dann wie verrückt, wenn ich merke, dass man mich versteht, sich für meine Gedanken interessiert und ich auch mitreißen und begeistern kann. Jemand, der Kompliziert aushalten kann und nicht Einfachheit fordert, mit dem es aber einfach ist, losgelöst und glücklich zu sein. Man könnte es wählerisch nennen, oder oberflächlich. Doch zu wissen, was ich will, macht es mir leichter abzulehnen, was ich nicht gebrauchen k…

Und am Ende macht alles einen Gin.

Bild
Irgendwann war da plötzlich kurz die Angst, wenn ich dir in deine verdammt schönen blauen Augen geschaut habe. Bloß nicht verlieben.
Werde ich nicht, schwor ich mir immer wieder tapfer. Hab ich nicht, weiß ich jetzt mit Gewissheit. Und bin fast ein bisschen enttäuscht. Nicht weil es irgendwas werden könnte mit uns, sondern weil ich das Gefühl so vermisse und weil es eigentlich meine Art gewesen wäre. Zudem die Angst, dass es nie mehr so sein wird.
Ich konnte dich so unglaublich genießen. Deine Ehrlichkeit, deine Nähe, deine Größe, deine bescheuerte Art. Heute klebt immer noch etwas Schmand an der Kaffeemaschine und die Tafel ist vollgekritzelt mit Dummheiten. Bettwäsche am Bilderrahmen, jeder hohe Ton im Radio könnte deiner sein, "I don´t wanna live forever cause I dont wanna living in pain." Einfach und leicht, locker und lässig, dennoch nicht oberflächlich, selbst nur mit Tee, es war nicht alles nur verrückt und beschwipst zwischen uns. Aber alles ziemlich heiß.
Wir wusste…

Drunk.

I wanna be drunk when I wake up on the right side of the wrong bed.

Trinken können wir. Mit niemand hat das bisher so viel Spaß gemacht, auch wenn die Küche zwei Tage nicht betretbar war, auch wenn du überall deine Kaugummis hinklebst und ständig was in mein Bett verschüttest.
Gurken. Durch den Tisch treten. Ed Sheeran, Gin Tonic, Jägermeister, Wein, Bauchnabel, Sushi, große Löffel, kaum Schlaf. Die Vernünftigen. 
Ein Monat kann lang oder kurz sein, jenachdem ob man auf etwas wartet oder so beschäftigt ist, dass der Tag nicht genug Stunden hat und die Nacht besser auch noch genutzt wird, damit man neben allem Schönen auch noch erfolgreich sein Leben durchzieht.
Ein Monat kann einfach oder hart sein, jenachdem ob man sich stresst und Sorgen macht oder einfach fallen lässt und eigentlich gar nicht weiter drüber nachdenkt.
Ein Monat kann dich verändern, wenn du plötzlich sieht, was du vermisst hast und weißt, was du nie wieder haben willst. Wenn dir klar wird, wer du bist und wieviel mehr…

on hold.

"Ich würde das ja so machen", beginnt sie eine ihrer immer so geradlinigen Ausführungen,  "sag ihm: hey, klär das für dich, entscheide dich für oder dagegen und zieh es durch aber denke dabei nicht an mich, denn ich bin vielleicht einer der Knackpunkte, die dir das Problem nochmal ganz akut vor Augen geführt haben, aber egal wie du dich entscheidest, es ist kein für oder gegen MICH, ich erwarte nichts und warte auf nichts. Vielleicht möchte ich dich nicht mehr näher kennen lernen und ziehe mich zurück, vielleicht tritt das Gegenteil ein, ich kann es nicht sagen und will es auch nicht, weil es gerade, in dieser Situation keine Priorität hat. Du musst eine Lösung finden und unabhängig davon werde ich noch da sein oder auch nicht. DAS liegt ganz bei mir. "
"Du hast vollkommen Recht", stimme ich ihr zu. "Genau das ist, was ist. Nichts anderes sollte ich tun und denken und ich muss sagen, es fühlt sich gut an das auszusprechen." 
"Ja weil du ihn ni…

Jahresabschlussbericht.

Dieses Jahr hat mir so einiges gegeben, an dem ich wachsen oder alternativ verzweifeln konnte. Gefühlt bin ich noch nie so viel gelaufen wie in den letzten 12 Monaten. Nur leider viel zu selten mit Sportschuhen durch den Stadtpark, sondern entweder in 12h Schichten oder immer wieder irgendeiner Sache hinterher, blind und ignorant vorbei an Stopp- und Warnschildern wie sie deutlicher nicht sein könnten, bis ich irgendwann nicht mehr weiterkam, die Mauer einfach zu hoch und ich kraftlos und außer Puste.
Was lerne ich daraus? Rennen ist nie die Lösung, weder hinterher noch vor irgendwas weg, denn man nimmt sich egal wohin, immer selbst mit. Und meistens ist dass das Problem. Nicht der Mann oder die Sache, der man hinterherläuft, sondern das, was man mit sich trägt. Denn wenn man mit sich selbst im Reinen wäre, müsste man nicht rennen und kämpfen, dann würde man darauf vertrauen, dass alles so kommt, wie es sein soll. Und wenn man ganz viel Pech hat, geht einem die Belastung dann wortwör…