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I´m a flame, you´re a fire I´m the dark in need of light.

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Samstagfrüh, die aufgehende Sonne begleitet mich durch die noch ruhigen Straßen, auf dem gefrorenen Sattel sitzend, die kalte Luft einatmend, rieche ich es das erste Mal seit langem wieder: Hoffnung. Der Duft von frischen Brötchen gepaart mit etwas, was ich nicht beschreiben kann, vielleicht ist es der erste Tag, der den Frühling erahnen lässt, vielleicht auch einfach nur die klirrende Kälte die von der Sonne verdrängt wird und sich wehrt, vielleicht ist es Einbildung und alles nur in meinem Kopf, es ist mir völlig egal, denn es ist da und es lässt mich lächeln und diesen Moment in tiefen Zügen einatmen.  Es ist nichts okay, mein Leben alles andere als perfekt gerade, doch in diesem Augenblick möchte ich die Augen schließen, die Sonne durch den roten Schleier genießen und glücklich sein. Von Innen heraus. Das mache ich dann auch, nur so kurz, dass ich mir mein Momentsglück nicht damit kaputt mache, mit voller Wucht gegen eine Laterne zu fahren, was so ein bisschen typisch wär...

Don’t you dare touch my heart unless you plan to stay.

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Dein Blick, dein Rumgedruckse, deine Stimme. Angst ergreift mich, Angst, was nun kommt, unausweichlich, doch ich versuche dennoch zu rennen, schneller zu sein, als die Worte, die mir direkt in den Magen schlagen werden. Ein Moment, der alles ändert, ein Augenblick später und du fliegst meilenweit von mir weg und ich versinke wieder, ebenfalls meilentief im Ozean. Ich stehe auf, packe meine Sachen, meine Hände zittern, mein Atem geht kaum noch, ich ziehe mich an, will mich wappnen, schützen, Distanz wahren, einen Moment wieder stark sein. Nicht nochmal, nicht schon wieder, nicht immer und immer wieder. Mein Herz klopft wie wild, mein Kopf wird heiß und ich sehe dich durch den Schleier sitzen und mich bitten, zu bleiben. Doch ich habe Angst, schreckliche Angst, will nicht hören, was ich doch schon weiß, weil es nicht leichter wird, nicht erträglicher, weil Herzen immer auf die gleiche Art und Weise brechen, ganz oder gar nicht, in tausend kleine Teile, von denen immer ein paar a...

Its okay to be...

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Weihnachten, vollgefressen, bewegungslos im Bett. So langsam wäre es mal wieder an der Zeit, für den alljährlichen Jahresabschlussbericht, doch wenn ich zurück denke, an die vergangenen 12 Monate, ist mir nur nach Einem: ganz laut Musik aufdrehen und "I´m a barbie girl" singend alles leugnen, was war. "life in plastic, it´s fantastic". Nein, dieses Mal ziehe ich kein Resüme über verlorene Liebe und wiedergewonnene Freiheit, über die Momente, die mir den Atem raubten und die, die mich nach Luft schnappen ließen. Kein Wort geht an dich und dich und an alle, denen ich dieses Jahr gegen das Bein und eventuell höher getreten habe, an die, die mich und die ich enttäuscht habe und an mein Studium schon gar nicht, dem bin ich zu viel schuldig, als dass ich ihm jetzt in die Augen schauen wollte.  Ich mache das jetzt mal anders, ich schaue nicht mehr zurück. Sonst sitze ich gleich hier heulend und mit der zweiten Tüte Schlümpfe, die mir mein Magen dann sicher nicht m...

So sehr dabei

Es reicht. Ich schließe die Augen und nehme den Staubsauger in die zitternden Hände, trete mit dem Fuß den AN Knopf, öffne die Tür und beginne. Es reicht. Klappernd werden die ersten Teile aufgesaugt, ein paar kleine Muscheln und Steine, vom letzten spontanen Strandausflug mit ihm, als nächstes ist sein Tshirt dran, dumpf gluckert es den Schlauch entlang, hätte nie gedacht, dass der Sauger das schafft, aber er weiß es wohl auch: es reicht. Der ganze Raum ist dunkel und Staubverhangen, ich gehe auf die kleine Spinne los, die mir aus einer Dose entgegenkrabbelt, lautlos verschwindet sie in der Tiefe, ihr folgen Fotos, Briefe, ein paar Kerzen und Cookies, ein ganzer Monatvorrat findet seine letzte Ruhe im Beutel. Es ist Verzichten angesagt, egal wie groß die Verführung immer wieder scheint, es reicht. CD´s mit unseren Liedern zerkratzen durch den Saugaufsatz, sie zerbrechen, als wären sie aus Glas, als ich auf sie eintrete, klirrend werden sie eingesaugt, es wird immer mehr, immer leicht...

but when I'll rise I'll be stronger than ever.

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Ich klatsche und alle um mich tun es mit mir, vor mir pfeift jemand begeistert, hier und da stehen Leute auf, manche kramen schon nach ihren Jacken. Ich sitze einfach da, aufrecht und den Hals gereckt, um die Darsteller in ihrem Verbeugungsmarathon zu beobachten. Es steigen Tränen in mir hoch, es kribbelt ganz schrecklich in meinen Nebenhöhlen, sie wollen raus. Dürfen sie aber nicht, na gut, vielleicht ein, zwei. Doch ich bin nicht traurig, im Gegenteil, ich fühle alles mögliche Schöne, so viel in einem Moment, dass es mich fast überschwappen lässt. Theater hat mich schon immer fasziniert. Ich habe es selbst ausprobiert, die ewigen Proben und das Texte lernen, weiß, wie es ist, wenn der Vorhang sich öffnet und man plötzlich jemand anders ist. Für eine Weile eine Rolle lebt, sich identifiziert, ihre Worte durch den eigenen Körper sprechen lässt, bis man dann wieder irgendwann hinter der Bühne verschwindet. Ich liebte es, mich dadurch einfach auszuleben, meiner Persönlichkeit neuen ...

Bin fast erstickt In deiner Atempause.

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Heute im Bus, stickig und schaukelnd zwischen Leuten, deren Blicke zu fangen ich mir hin und wieder zur Aufgabe mache, um sie zu verwirren, mich zu verwirren, weil ich es lustig finde, wie keiner dem anderen Fremden lange in die Augen schauen kann, auch ich nicht. Ich steige aus und es ist wieder da. Ein tiefer Zug, die kühle Luft nimmt Besitz von mir, wirbelt mich einmal auf und verlässt dann erwärmt wieder meinen Mund, nimmt mit, was sie finden konnte, an Angst, Zweifel, Seelendreck. Schafft Raum, mit jedem Atemzug ein bisschen mehr. Für die guten alten Träume, für konkrete Ziele. Mein Kopf wird langsam leerer, mein Körper befreit sich immer weiter, von all dem Ballast, den ich mir in den Jahren angeeignet habe, eingesogen in hastigen Zügen, um bloß nichts wieder zu verlieren, ohne zu merken, wie es mich belegt, mit einem Schleier von Innen, aus langsam immer stärker lähmenden Staub, der mich eingeengt hat, mir das Atmen schwer machte.  Du hast mir den Atem geraubt und ihn...

Ich will mehr erleben als Mich nur erinnern.

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Beim samstäglichen Großputz finde ich sie. Zwei lila Salbeibonbons unter meinem Bett. Ich weiß, seit wann und wieso sie da liegen und ich weiß genau, sie riechen nach meiner Oma und schmecken nun auch bestimmt ein bisschen nach dir. Eine seltsame Mischung. Sie, schon so lange tot und du, auch irgendwie ein kleines bisschen gestorben. Ich seufze und schiebe das Bett wieder zurecht, lasse sie da liegen. Denn wohin damit, das weiß ich nicht. Für den Müll zu schade, aber sehen will ich sie auch nicht ständig.  Beziehe das Bett neu, die vielen Kissen. Dein Duft ist schon lange ausgezogen, etwas anderes liegt nun in der Luft. Die Erinnerungen an dich zwischen meinen Decken, in diesem Zimmer, in dieser Stadt, an uns, sie verblassen, wie die Plakate überall in der Stadt, einfach nicht stark genug, von geringer Qualität, Wind und Wetter ausgesetzt und nicht für die Ewigkeit gedacht. Wochen, Monate später werden sie ausgewechselt, das Spiel beginnt von neuem. Du warst kein doofes Pl...

kein Ohr für deinen Bauch gehabt

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Ich kann schreiben wenn ich richtig wütend bin, dann sprudeln die Worte schneller, als ich tippen kann. Wenn ich zutiefst zerstört bin, wenn ich vor Glück überschäumen könnte. Immer dann kommt es aus mir heraus, sucht sich Bedeutung und landet auf den Tasten, dem Papier.  Gerade, da saß ich stundenlang vor der leeren Seite. Bin nicht todtraurig, auch nicht überglücklich, habe keinen Groll, bin nichts von all dem wirklich, fühle mich einfach okay. Mehr leer als überfüllt, meine Gedanken träge, das Rauschen in meinem Kopf nur noch ein leises Rascheln. Ich bin da. Bin jeden Tag glücklich, dann wieder eher betrübt, fühle mich gut, und unwohl im nächsten Moment. Ich bin alles, nicht wirklich was. Ich bin da. Ich habe heute erklärt bekommen, wie sich das große Glück anfühlt, habe nach vergleichbaren Momenten in meinem Leben gesucht und... gesucht und....gesucht. Keine Erinnerung war so stark, kein Gefühl hat mich so überzeugt, dass ich mich nun erinnern würde. Im Moment. Ich vermute...

Ich halt mich fern.

Dein Blick. Immer und immer wieder flimmert er kurz vor meinen Augen auf, hinterlässt das Gefühl, was ich mal wieder schnell herunter schlucke. Ich weiß nicht, wann du mich zuletzt so angeschaut hast, ob es überhaupt so einen Blick in unserer Geschichte gab, frage ich mich, und es bricht mir schleichend das Herz. Habe ich es nur nie gesehen? Und wieso dann, wenn der einzig mögliche Weg nicht die selbe Richtung zeigt? Wo warst du die ganze Zeit, wieso warst du nicht früher so, dann als ich es gebraucht hätte, als es uns gerettet hätte. Was ist passiert, dass zwei, die so gut aufeinander passen, so unglaublich schlecht miteinander umgehen? Erst meins, dann wieder meins, dann deins. Herzen sind zur Genüge gebrochen, keiner hat sich mit Ruhm bekleckert, ich sehe die schlechten Tage und merke, wie sie zehrten und zerrten. An meiner Kraft, meiner Hoffnung, an meiner Liebe. Hätte es damals diesen ersten Punkt nicht gegeben, was wäre aus uns geworden? Was wäre wenn. Wir hätten es so gut ha...

Some call love a curse, some call love a thief.

I'll taste the devil's tears Drink from his soul but I'll never give up you Und wenn es mehr Fluch ist, als Segen, dann ist die Kraft es zu verstehen noch nicht in mir. Diese Zeilen von den Onkelz, mit Glück und Schmerz in einem Satz, es zieht sich wie Kaugummi zäh und klebrig durch mein Leben. Süchtig, betrunken und blind. Wie könnte es nicht passender sein. Süchtig nach Drama, betrunken vor Sehnsucht. Blind, einfach blind.  Sobald ich habe, was ich will, sobald ich glücklich sein könnte, weil endlich alles passt, kommt es wieder anders als gedacht. Kurzschluss und Schluss. Ein Moment der Schwäche, ein Augenblick nicht nachgedacht und ich habe mein Leben um 180 Grad gewendet, aus der Sonne in Sekundenschnelle an den Nordpol. Ohne an den Jetlag zu denken, versuche ich mich anzupassen, weiterzumachen als wäre nichts passiert, als hätte ich nicht schon wieder heftig an meinem Weltbild gerüttelt. Fühle mich jedes Mal ein bisschen mehr verraten, meinen Wunsch nach de...