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DO YOU REMEMBER the things that let you feel?

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Ich sehne mich immer nach dem, was ich nicht habe.  Ich will frei sein und leben, ich will mich binden und lieben. Ich will tun und lassen können, wonach mir gerade ist, doch die Gesellschaft will das nicht. Du bist unmoralisch, wenn du das tust, du bist dumm, wenn du gehst, du hast alles was du brauchst, du bist vernünftig, mein Kind, bleib wo du bist, da bist du sicher.  Ich bin zu jung, um mich in Ketten zu legen, zu jung für Verbindlichkeit, Kinder und eine Hausratversicherung, ich bin zu jung für meinen Körper und zu alt für meine Gedanken, ich sollte mich beherrschen und ruhig sein, meine Füße still halten und glücklich sein. Soll studieren und Erfolg haben, Geld verdienen und was aus meinem Leben machen, ich soll erwachsen sein und hab ich schon gesagt vernünftig?  Ich soll, ich muss, ich darf nicht. Ich verzichte, ich bin leise, ich vermeide. Ich verschweige meine Gedanken zur Vermeidung von Kriegen, ich verkrampfe innerlich, aus Angst ein...

Placebo (lat. "ich werde gefallen")

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Was macht man, wenn man eigentlich ganz schön viel tiefgründigen Kram hevorbringen möchte und gerade auch könnte, aber weiß, dass ein falsches Wort in den falschen Augen das absolut schlimmste Drama auslösen könnte, das man gerade so gar nicht gebrauchen kann? Man lässt es. Oder man schreibt trotzdem, aber über was anderes. Vielleicht gibt es ja sowas wie einen Schreib-Placebo. Die Finger tippen und tippen und der Körper denkt "oh! bekannte Bewegungen, bekannte Hirnregionen die beansprucht werden! Die Medizin ist wieder da! Jetzt wird das Gehirn bestimmt gleich leerer und das Herz leichter!" Vielleicht, wer weiß das schon. In letzter Zeit stehe ich total auf Aufbrauchen und leer machen, auf weg schmeißen und ausmisten. Ich bin der Anti-Messi, ich würde gerne ständig allen möglichen Kram wegwerfen, auch wenn ich ihn irgendwann noch brauchen könnte, nur weil er mir gerade auf die Nerven geht, mich belastet. Die Anhäufung von Besitz ist mir suspekt und eigentlich würde ich...

looking too closely

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Stabilität und Beständigkeit. Seit ich denken (beziehungsweise lieben) kann ist es das, was ich mir erträume. J. und ich treffen uns nicht oft, aber wenn, dann haben wir so viel zu erzählen, dass wir in einem rasanten Tempo alle Themen in unserem Leben abklappern um wieder auf dem neusten Stand zu sein. Dabei ist ein Thema bei uns beiden eigentlich immer vorhanden und so ziemlich das gegensätzlichste, was ich kenne: bei ihr konstant und bei mir ein immerkehrendes Wirrwar. Männer und die Liebe.  Sie, schon bestimmt 5 Jahre mit ihrem Freund zusammen, wohnen mittlerweile in einer für so junge Leute ungemein chicen Wohnung in einer weniger spannenden Kleinstadt, sie verstehen sich gut, leben meist dramafrei und harmonisch miteinander und manchmal auch nebeneinader her und gönnen sich einmal im Jahr einen ausgiebigen Urlaub in ein weit entferntes Land. Sie sind kein ständiges Kuschelpärchen und als sie mir vor einer Weile erzählte, dass sie sich wohl erst einmal gesagt haben, dass ...

natural desaster

Ich bin noch da auch wenn ich mich nicht wirklich spüre. 5 Tage hintereinander ein Gedanke: schreiben, du solltest schreiben. Du hast Zeit und einen Grund. Nimm dir Kekse und Tee, verstecke dich im Strandkorb und leg los. Jeden Tag das selbe Bild vor Augen, doch es bleibt in meinem Kopf, ich schaffe es nicht. Von 100 auf -5 in knapp 700km. Aus der großen, weiten Welt zurück in mein Schneckenhaus. Ich will so gerne schreiben, deshalb tippe ich hier gerade ein bisschen zögerlich vor mich hin, doch die Furcht sitzt neben mir und pikst mir in den Bauch. Ich denke so viel, doch ich denke kaum einen Gedanken zu Ende, wie kann ich da schreiben, ohne über die Worte zu stolpern, mich zu verheddern und schließlich zu fallen, weil ich die alles erlösende Erkenntnis am Ende nicht finde, das Chaos in mir sich nicht kurzzeitig legt.  ... 3 Tage später, ich habs ja geahnt. Aber ohne den Anfang würde ich nun nicht wieder hier sitzen, das weiß ich. Manchmal ist herantasten ok, man muss nicht...

coastal love

Seit Wochen ist mir nach Weinen. So richtig Rotz und Wasser und alles mal rauslassen, was sich gerade immer weiter anstaut. Viel zu viel für mein Empfinden, genug um es kaum auszuhalten. Obwohl es doch eigentlich geht. Ich bin glücklich, hier und da sticht es, aber ohne das wäre ich nicht ich.  Ich kann nur nicht. Die Verzweiflung staut sich auf und ich schlucke sie immer wieder genug runter, ohne zu ersticken. Ich will Leichtigkeit, Freiheit, Zeit für Schreiben und mich, diese Zeit macht mir Angst. Pflichten, die erfüllt werden müssen und Druck, den ich mir selbst mache. Schaffe ich schon, geht vorbei, nur noch 4 Wochen und es ist vorbei. Nur noch vier Wochen! Viel zu wenig, viel zu kurz um wirklich gut zu sein, viel zu wenig Momente mit dir zum loslassen, viel zu wenig Zeit. Für dich und mich und alles was so schön sein kann, für Hafenabendsonne Momente und Musik im Auto, für Küsse über Kopf und lange Spaziergänge am Meer. Gerade habe ich angefangen, mal richtig zu leben...

Black and Blue, I will always

Ich höre auf, wenn es am schönsten ist und fange wieder an, wenn ich zu tode betrübt im dunklen Zimmer sitze und nicht mehr weiter weiß. Schreiben erlöst mich von dem Wirrwar in meinem Kopf, und wenn es nur Minuten sind, in denen ich in meinen eigenen Worten Trost und Klarheit finde. Schreiben ist mein backup Plan, mein kleiner Rettungsanker, wenn ich entkräftet im Wasser treibe, es hilft mir nicht unterzugehen, niemals. Doch gerade habe ich so etwas wie ein schlechtes Gewissen den vielen leeren Seiten und lange nicht benutzten Tasten und Stiften gegenüber. Ich kanns nicht im Moment, ich bin zu glücklich. Ich fühle mich wie die Freundin, die immer nur ankommt, wenn sie Probleme hat oder etwas braucht und den Rest der Zeit ihr Leben genießt, ohne sich auch nur einmal zu melden, aber es ist einfach wie verhext. Schon einige Male habe ich mich hingesetzt und mir vorgenommen: jetzt schreibst du, was dich gerade bewegt. Und bin über zwei, drei lasche Sätze nicht hinaus gekommen. Dabei...

you.

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You make me feel stronger.

Lieber Wolke 4 mit dir als unten wieder ganz allein.

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Ich fange an zu schluchzen, die Katze auf meinem Schoß zuckt erschrocken zusammen, guckt mich vorwurfsvoll an und rollt sich dann schnurrend wieder zusammen. Sie sieht den Kummer nicht, ihr geht es einfach gut, weil es keinen Grund gibt, dass es ihr schlecht gehen sollte, keine seelischen Schmerzen, kein Drama in ihrem Leben, außer wenn es mal nicht das zu futtern gibt, was gewünscht wird. Ich dagegen bekomme keinen Bissen mehr runter, das, was mir einmal alles bedeutet hat, liegt in Trümmern. Ich weiß, ich übertreibe maßlos, bin gerade geblendet von dem, was ich nicht habe, gefangen in der Sehnsucht nach dem, was ich scheinbar verloren habe. Ich muss endlich loslassen, dich freigeben, meinem Herz die Chance geben, sich zu erholen und zu beruhigen. Ich weiß, wir können nicht miteinander, schneiden uns am andern, wie an einem zerbrochenen Spiegel. Kurz scheint da etwas zu sehen zu sein, sehe ich dich? Sehe ich etwa uns? Ich greife danach und spüre sofort den scharfen Schmerz. Zi...

Halleluja Ding-Dong Happy, habt ihr alle was ihr braucht.

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Money left to burn - Kettcar Heute, als ich mit ner dicken Einkaufstasche beladen durch die Hamburger Innenstadt lief, auf dem Weg in den nächsten Laden, mit dem Telefon an Ohr, fiel er mir in den Augenwinkeln auf. Ein Mann vor einer Hauswand sitzend, um ihn herum drei große, wunderschöne Hunde, ein Schild mit "arbeitsloser Schäfer" neben sich. Ich ging zuerst vorbei, doch hielt inne, kramte meinen Geldbeutel heraus und suchte ein paar Münzen zusammen, ging ein paar Schritte zurück und legte dem Mann das Geld in die Mütze vor ihm, erntete ein lächelndes Danke und hätte gerne noch die Hunde gestreichelt, aber ging dann doch weiter.  Ich fühlte mich nicht gut danach, nicht wie "och jetzt hab ich aber ne gute Tat heute vollbracht", sondern eher mies. Wie immer nach so einem Moment. Tag für Tag gehe ich an Menschen vorbei, die betteln müssen, um überhaupt was zu essen zu haben, während ich mich dazu entscheiden kann, ob ich zu Biolebensmitteln greife oder auf d...

I´m a flame, you´re a fire I´m the dark in need of light.

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Samstagfrüh, die aufgehende Sonne begleitet mich durch die noch ruhigen Straßen, auf dem gefrorenen Sattel sitzend, die kalte Luft einatmend, rieche ich es das erste Mal seit langem wieder: Hoffnung. Der Duft von frischen Brötchen gepaart mit etwas, was ich nicht beschreiben kann, vielleicht ist es der erste Tag, der den Frühling erahnen lässt, vielleicht auch einfach nur die klirrende Kälte die von der Sonne verdrängt wird und sich wehrt, vielleicht ist es Einbildung und alles nur in meinem Kopf, es ist mir völlig egal, denn es ist da und es lässt mich lächeln und diesen Moment in tiefen Zügen einatmen.  Es ist nichts okay, mein Leben alles andere als perfekt gerade, doch in diesem Augenblick möchte ich die Augen schließen, die Sonne durch den roten Schleier genießen und glücklich sein. Von Innen heraus. Das mache ich dann auch, nur so kurz, dass ich mir mein Momentsglück nicht damit kaputt mache, mit voller Wucht gegen eine Laterne zu fahren, was so ein bisschen typisch wär...