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It´s ok.

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Ich halte die Luft an und tauche unter Wasser, schwimme um dich herum  und durch deine Beine hindurch, tauche wieder auf und blinzle das Wasser aus den Augen,  sehe dein Gesicht vor mir, deine gebräunte Haut mit den entspannten Zügen,  du grinst mich an und tauchst ebenfalls ab, schwimmst ein paar Runden und tauchst vor mir wieder auf.  "Na du Fisch!", du schaust mich mit großen Augen an:  "Ich bin kein Fisch, ich bin ein Biberbaby!". Dieser Blick, diese Worte, so ganz ohne nachzudenken, ganz aus dem Gefühl heraus, ich glaube ich war nie so verliebt wie in diesem Moment und erinnere mich so oft und so gerne daran zurück. Mein Biberbaby. Wie glücklich und unbeschwert du warst, wie entspannt ich, wie nahe wir uns.  Du und das Meer im Hintergrund, wir beide, so frei und spontan wie noch nie, auf einer Welle schwimmend, völlig eingetaucht in den Augenblick, in uns und unsere gemeinsamen Träume, die wir uns endlich erfüllt haben. Diese 3 Wochen...

Cola Light.

Nein, wir denken nicht an Morgen / Nein, wir suchen keinen Sinn / Wir ertränken unsere Sorgen / Und wir gehen mit ihnen schwimmen Ich vertraue. Viel zu schnell und meistens viel zu lange. Ich sehe die Grenzen nicht, hinter denen ich kritisch und hart sein sollte. Klassische Fehlhaltung, seit Ewigkeiten, kein Ende in Sicht. Nichts liegt mir weniger, als rationales Denken und Handeln. Wenn sich etwas gut anfühlt, dann ist es erstmal richtig. Punkt. Auch wenn ich eigentlich weiß, dass ich falsch liege, höre ich doch immer wieder auf diese Stimme in mir. Wenn es sich JETZT gut anfühlt, dann ist doch egal, was vorher war und danach sein wird. Jetzt ist wichtig, immer und immer wieder sollte ich das verstehen und lernen. Aber wieso? wie kann JETZT richtig und wichtig sein, wenn dann das danach schmerzhaft und quälend ist? Wenn das nächste Jetzt alles andere als schön ist und man genau das schon vorher weiß, wieso soll man sich dann noch auf den Moment einlassen? Es hat sich rich...

630km.

Ein Leben zwischen zwei Bahnsteigen. 630km, Eine Entfernung, die das Leben im Hier und Jetzt erschwert, Grenzen verwischt und wirkliches Ankommen zur ständigen Aufgabe macht. Kaum bin ich hier, verabschiede ich mich schon wieder, weil so viel auf mich wartet, im anderen Leben. Im Süden, die Wurzeln, die mich daran erinnern, wer ich bin. Im Norden, der Wind, der mich weiterbringt. Die eine Richtung bringt mich zu denen, die mich am Besten kennen, meiner Familie, meiner Vergangenheit, den vertrauten Orten und Menschen, die immer bleiben, auch wenn ich immer wieder gehe. Hoffentlich.  Die andere Richtung bedeutet für mich Zukunft, frei sein, eigene Entscheidungen treffen und neue Wege gehen, ein Job, der mir mehr als nur Geld bringt, ein Studium was mich erfüllt, der Gedanke „das habe ich richtig gemacht“ immer und immer wieder. Auf diesen Weg bin ich stolz, er eröffnet mir Potential und er lässt mich nie zweifeln, denn egal wie oft ich falsch abgebogen bin, diese eine Sach...

Way back home.

Manchmal, so wie zuletzt, kämpfe ich und weiß nicht einmal wieso. Weil alles was ich will, nicht am Ziele dieses Kampfes zu finden ist sondern hinter mir. Ich steigere mich gerne rein, gebe nicht ganz so gerne auf, habe einen starken Willen, wenig Toleranz wenn es ums durchsetzten dessen geht und brauche Harmonie. Ich hasse Stille zwischen mir und Menschen, die ich sonst täglich spreche. Ich hasse diese bösen Worte und verletztenden Kommentare, ich hasse das.  Dafür renne und renne und renne ich dann. Mit 180 Sachen gegen die Wand. Tue Dinge, die kein anderer für mich tun würde und spreche Worte und Versprechen, die ich nicht mehr so meinte, seit dem man mir so heftig den Boden unter den Füßen weg riss. Ich will immer nur das Eine, die Konstante, das bestehen bleiben der Dinge und die fucking große, große Liebe. Am Anfang war sies nicht und am Ende glaube ich, sie verloren zu haben. Glaubte. Denn am Anfang war sies wirklich nicht und am Ende genauso wenig. Und zwis...

Single in the Rain

Allein sein ist schön, wenn man es nicht muss. Eine Aussage, bei der sich in mir alles kräuselt und windet, denn nein, finde ich nicht. Ich finde allein sein (jetzt mal abgesehen von irgendwo im Urwald nachts, oder in der Wüste bei 50°C, also den Extremfällen) eigentlich meist ständig ziemlich prima, denn es gibt einem endlich mal die Möglichkeit durchzuatmen und sich fallen zu lassen, so richtig, unromantisch, abgeschminkt und in Jogginghose oder voller Montour mit dem Gesicht nach vorne ins ungemachte Bett, dann vielleicht noch ein, zwei, fünf Eis genascht und die hunderste Folge Gossip Girl nochmal geschaut. Ohne Filter und Inszenierung a la "qualitytime with myself": Weinglas, Erdbeeren und ein paar Kerzen auf dem Couchtisch, ein Buch ganz zufällig aufgeschlagen daneben trapiert, weil qualitiy kommt ja nicht aus der Röhre. Stimmt, muss nicht sein, wenn doch ist das aber auch nicht schlimm. Quality ist für mich eher das "Ich freu mich auf zu Hause, in der Abendso...

Ein Jahr.

Ein Jahr. Was schenke ich dir? Endlich Hoch Hoch Hoch und tief. Tage im Auto, die immer gleichen Songs, der Hafen bei Nacht, Oreo Kekse. Ein Jahr. Was kann ich dir geben, was du nicht eh schon von mir hast? Nach Außen gestülpt, was ich verbergen möchte, gesehen, was wahre Gefühle anrichten. Bekommen, was ich so sehr wollte und es doch nie fassen können, das Glück vor mir. Ein Jahr. Was wünschst du dir von mir? Ich unterstütze an den falschen Stellen und leide, weil mir der Schmerz vertraut ist. Ich vertraue, weil ich aus schlechten Erfahrungen nur selten lerne und hoffe, weil das leichter ist als loslassen. Ein Jahr. Was wünsche ich mir? Ich halte aus, bleibe da, verdränge Monster und atme immer aus. Du mit der Kippe, ein Zeichen. Du mit der Kippe und einer anderen im Arm. Du und die Lüge, die uns zeichnet. Du und das ewige Verlangen.  Ständig diese Bilder und das ziehen, die Angst und der Ekel. Ich schlucke und schlucke und schlucke. In meinen Träumen würge ich...

Loading mission

Ich habe Angst vor den Worten, die ich nicht schreibe. Die Worte, die sich in meinem Kopf anfühlen, als würden sie sich durch sämtliche Gehirnmasse bis hinaus an die Haut fressen, die sich winden, verstecken vor den Gegengedanken, die sie einfangen und niederringen möchten. Ich habe Angst vor dem Ende. Des Jahres. Dem Rückblick. Durchpusten, Lüften, allen alten Mist rausschmeißen und alles auf Anfang. Wann bin ich so geworden, wann habe ich verlernt, die Kontrolle abzugeben, wurde es mir je beigebracht? Bin ich seit eh ein Sklave meiner Selbst, abhängig von Empfindungen, die mein Körper auslöst aber die eigentlich nicht zu mir gehören, zu MIR, dem Ich, dass ich so oft zu suchen scheine, eigentlich ständig, doch das es versteht, sich zu tarnen.  Die Zeit wird knapp, die Zeit rennt und alles was wir fühlen ist morgen schon wieder ein Stechen im Bauch, eine leere Versprechung weil ich mir selbst nicht glauben kann.  Wenn ich zurückblicke war gerade erst der 1. Januar...

DO YOU REMEMBER the things that let you feel?

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Ich sehne mich immer nach dem, was ich nicht habe.  Ich will frei sein und leben, ich will mich binden und lieben. Ich will tun und lassen können, wonach mir gerade ist, doch die Gesellschaft will das nicht. Du bist unmoralisch, wenn du das tust, du bist dumm, wenn du gehst, du hast alles was du brauchst, du bist vernünftig, mein Kind, bleib wo du bist, da bist du sicher.  Ich bin zu jung, um mich in Ketten zu legen, zu jung für Verbindlichkeit, Kinder und eine Hausratversicherung, ich bin zu jung für meinen Körper und zu alt für meine Gedanken, ich sollte mich beherrschen und ruhig sein, meine Füße still halten und glücklich sein. Soll studieren und Erfolg haben, Geld verdienen und was aus meinem Leben machen, ich soll erwachsen sein und hab ich schon gesagt vernünftig?  Ich soll, ich muss, ich darf nicht. Ich verzichte, ich bin leise, ich vermeide. Ich verschweige meine Gedanken zur Vermeidung von Kriegen, ich verkrampfe innerlich, aus Angst ein...

Placebo (lat. "ich werde gefallen")

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Was macht man, wenn man eigentlich ganz schön viel tiefgründigen Kram hevorbringen möchte und gerade auch könnte, aber weiß, dass ein falsches Wort in den falschen Augen das absolut schlimmste Drama auslösen könnte, das man gerade so gar nicht gebrauchen kann? Man lässt es. Oder man schreibt trotzdem, aber über was anderes. Vielleicht gibt es ja sowas wie einen Schreib-Placebo. Die Finger tippen und tippen und der Körper denkt "oh! bekannte Bewegungen, bekannte Hirnregionen die beansprucht werden! Die Medizin ist wieder da! Jetzt wird das Gehirn bestimmt gleich leerer und das Herz leichter!" Vielleicht, wer weiß das schon. In letzter Zeit stehe ich total auf Aufbrauchen und leer machen, auf weg schmeißen und ausmisten. Ich bin der Anti-Messi, ich würde gerne ständig allen möglichen Kram wegwerfen, auch wenn ich ihn irgendwann noch brauchen könnte, nur weil er mir gerade auf die Nerven geht, mich belastet. Die Anhäufung von Besitz ist mir suspekt und eigentlich würde ich...