es geht los.

"Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen."
- Pablo Picasso -
 
"Schwarzer Wald" - Thema: Imagination und Wirklichkeit ca. 1,0*1,5m

Heute hatte ich Fachpraktisches Abi in Kunst. Es lief sehr gut, zumindest sagt mir das die Note (15 punkte). Ich war nicht so sehr aufgeregt, denn auf das Praktische kann man sich nicht wirklich vorbereiten und da es bis jetzt im Unterricht immer ganz gut lief, habe ich versucht ruhig und entspannt zu bleiben. Das Bild entstand aus Zufallstechniken a la Max Ernst, die wir im Unterricht viel geübt haben, also zum Beispiel Frottage, Abklatschtechnik, Wasserfarbenspritzbilder. Es sollte ein dunkles, mystisches und differenziertes Bild geben. Wir hatten 5 Stunden Zeit und es hat mir wirklich Spaß gemacht, ich habe zwar eine riesen Sauerei auf, unter und neben meinem Tisch veranstaltet und ich sah auch selbst nicht besser aus, außerdem war ich warscheinlich ein herrlicher Anblick, wie ich teilweise auf dem Boden saß, lag und kniete, aber ohne Chaos und meinem persönlichen Freiraum während dem Malen geht bei mir nichts. Spaßig war es bis zu dem Zeitpunkt, als ich begann zu zweifeln, als mir nicht mehr gefiel, was da auf dem Papier war. Ich sah die anderen Bilder aus den Augenwinkel und fand sie so viel besser. Ich war einfach enttäuscht von mir, denn ich hatte es mir anders vorgestellt und mehr erwartet. 

Die drei Stunden die ich nach der Prüfung auf das Ergebnis warten musste verbrachte ich in gedrückter Stimmung. Ich fand das Bild grässlich und schämte mich vor mir selbst, dachte nun ist mein "Traum", das Einzige was ich können zu meinte, davongeflogen. Und dann diese Überraschung.

Manchmal gibt es einfach nichts schlimmeres, als die Angst davor, dass man in dem, in dem man sich am sichersten fühlt, was einem am wichtigsten ist, versagt. Die Kunst entwickelt sich immer mehr zu dem, wofür ich "brenne", was ich als Leidenschaft, Ausdrucksart und Faszination bezeichnen würde. Ich glaube nicht oft an mich. Doch in dieser Sache möchte ich an mich glauben. Weil ich weiß, es kann meine Zukunft werden. Ich will kein Maler werden, nicht hauptberuflich, nebenher male ich sehr gerne, aber ich möchte die Kunst(geschichte) zu meinem Beruf machen und das heute war eine kleine, aber wärmende Bestätigung auf diesem Weg.

Und außerdem habe ich somit schon 1/8 (Halbe Kunstnote ist das Praktische) meines Abiturs erfolgreich bewältigt.

So könnte es jetzt bitte weiter gehen..

Kommentare

  1. Es ist einfach wundervoll!und genauso mysteriös,wie es sein soll!ich bin wahnsinnig stolz auf dich.und ja,glaube an dich,und glaube an das,was du am besten kannst!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

630km.

Und am Ende macht alles einen Gin.