Glück.

Ein wunderbares, tiefgründiges, ergreifendes Lied.


Wer sucht es nicht, das vollkommene Glück. Weil man glaubt es einfach nicht zu erfahren oder sich vom Unglück verfolgt fühlt und glaubt, man habe es nicht verdient. Man kann es nicht festmachen, ihm keine Gestalt geben, es gibt kein Patentrezept zum glücklichsein. Aber man wünscht es sich trotzdem. Es klingt nach Erfüllung. Sucht danach, sehnt sich, hofft darauf, tut Dinge, in der Annahme, dass sie zu ihm führen. 

Ich glaube Glück ist immer da. Umgibt uns wie Luft, unsichtbar, doch spürbar, wenn man will. Oder es ist in uns, wie das Blut, dass unablässig durch unseren Körper gepumpt wird. Wir bräuchten es nicht zu suchen. Müssten nur immerwieder das abwerfen, was uns davon trennt. Angst, Unzufriedenheit, Selbstzweifel, Traurigkeit, Ärger. Wäre es so einfach, wäre wohl jeder immer glücklich. Aber wäre das Glück dann so ersehnenswert? Wenn etwas immer da ist, wird es zur Gewohnheit. Man vergisst es zu schätzen, es wird so selbstverständlich wie das Wasser, das aus der Leitung läuft, immer verfügbar, nichts besonderes mehr und doch eigentlich wahnsinnig kostbar. Kaum ist etwas im Überfluss verfügbar, gehen wir verschwenderisch damit um. Das wäre wohl das Ende des Glücks, es würde untergehen.  Vielleicht braucht der Mensch den Antrieb, für das Glück kämpfen zu müssen. Vielleicht ist es auch eine Schutzfunktion des Glücks, dass es sich hinter Ängsten und Problemen versteckt. Damit es nicht zu etwas wird, was es auf keinen Fall ist. Gewöhnlich.

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