(Was) nützt die Liebe in Gedanken?

Es sind nicht die tiefen Gefühle, die mir fehlen, 
nicht die ausgesprochen schönen Küsse, nicht die liebevollen, zuckersüßen Worte. 
Es ist unser Lachen, die Unbeschwertheit, die Freundschaft. 
Das Du und Ich ohne wir. Das Wir ohne gewisse Vorzüge. 
Das Schöne, Leichte und Herzliche ohne den gnadenlos heftigen Fall. 

Wir haben es mutig und voller glühendem Enthusiasmus gewagt, doch wir haben alles verloren und ich bin mir nicht sicher, ob es das wirklich wert war. Ob es nicht besser gewesen wäre, nie zu erleben, was wir erlebt haben und stattdessen zu behalten, was wir davor waren. Sehr gut sein, aber nicht alles haben. Verzichten und nur in Gedanken große Momente zusammen erleben, die dramatischen, voneinander entfernenden Geschehnisse weg lassen...

Früher wäre ich einfach immer dafür gewesen mich völlig den Gefühlen hinzugeben, zu wagen und zu kämpfen, bis ich bekomme, wonach ich mich so sehne. Doch mittlerweile glaube ich, dass die Liebe in Gedanken vielleicht manchmal die bessere Alternative wäre, sicher, unverletzlich und unberührbar...

...oder lediglich eine feige Nummer?

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