over and out.

Ich bin nicht so. Ich kehre Menschen nicht einfach unter den Teppich, wenn ich sie nicht mehr brauche. Mir wird niemand einfach völlig egal, auch wenn die einst starken Gefühle nicht mehr die selben sind. Ich kann das lange gut verstecken, wenn ich verletzt bin, aber im Endeffekt leugne ich es nie. Ich würde sonst zweifeln, dass sie überhaupt jemals existiert haben, die Gefühle. Der Mensch ist für mich kein anderer. Ich denke nun lieber an die schönen, als an die schlechten Zeiten. Denn so ist es meist: das Gute überwiegt.

Was mich sehr enttäuscht, ist wie leicht andere vergessen, verdrängen und hinschmeißen, wenn sie in einem nicht mehr das sehen, was sie erwarten und brauchen. Was mich entsetzt, ist wie charakterlos Menschen sind, die mir lange nahe standen, wie feige und rückgratlos. Eine einfache Stellungnahme ist zu viel verlangt, wer sagt heutzutage eigentlich noch, was er denkt und fühlt? Nein, man macht es sich einfach und schweigt und ignoriert.
Ich bin auch ganz und gar nicht aus Gold, ich bin nicht annähernd perfekt und ich weiß um meine Macken, ich weiß, was ich falsch gemacht habe und ich bereue bestimmte Dinge sehr, die nicht so hätten laufen dürfen. Es gibt nicht viel, auf das ich stolz bin und sein kann. Ich reflektiere mein Verhalten ständig, ich denke (viel zu viel) nach und ich möchte mich nicht mehr kennen, sollte der Tag kommen, an dem ich finde, dass ich alles perfekt mache. Und ganz wichtig für mich: sich im richtigen Moment entschuldigen, wenn man erkannt hat, dass man einen Fehler gemacht und damit einem Menschen weh getan hat. Früher oder später, aber vorallem dann, wenn man es wirklch so meint. Das macht oft das Geschehene nicht wieder gut, aber ich finde es einfach respektvoll und ein wichtiger Schritt, der dem anderen zeigt, dass man über seinen Schatten springen kann und darüber nach denkt, was man getan hat.

Diese Menschen, die nicht einsehen, dass Fehler menschlich sind und es nicht schwach ist, auch mal zu verzeihen, werden auch nie über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken und immer nur das als Richtig erachten, was in ihrer eigenen Suppe schwimmt.

Das Traurige und manchmal auch echt auf die Palme bringende für mich ist, immer wieder erkennen zu müssen, dass bei solchen Menschen alle Mühen vergeben sind, dass Entschuldigungen oder erklärende Worte nicht ankommen, vielmehr abzuprallen scheinen, an einer ziemlich dicken Wand. Wenn man erstmal in den Mist getreten ist, wollen sie einen auch nie mehr wo anders sehen oder ihre Meinung über einen nochmal überdenken und halten einen wie das Zuchtschwein im verrottenden Stall und man kann an sie heranqieken so laut und immbrüstig man will, zwecklos, denn sie sind ja so viel schlauer und besser und handeln stets nach den besten Maximen. Wenn sie wüssten, dass Schweine schneller lernen, als Hunde... so viel zur Intelligenz.

Ich habe es satt, einfach so satt. Ich dachte wirklich immer, dass man manche Dinge einfach nicht aufgeben sollte, aber je öfter ich solchen Menschen begegne und immer wieder die gleichen Züge und Muster erlebe, umso mehr glaube ich, es ist an der Zeit, mich davon zu distanzieren, wäre es nicht nur so schmerzhaft. Dann war die "achsobeste Freundin" eben nur eine große Einbildung, fertig. Und andere, für besonders empfundene Begegnungen falsche Sternschnuppen, die schneller verglühen, als man sich etwas wünschen kann. Punkt. 

Hiermit schließe ich dieses leidige Thema ein für alle Mal und wende mich endlich dem zu, was wichtig ist, das was vor mir liegt.

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