feelin' blind and realize, all I was searchin' for was me.

Ein bisschen fühlt es sich so an, als wäre ich plötzlich einfach von einer unsichtbaren Riesenhand geschnappt und von meinem alten in eine völlig anderes, neues Leben gesetzt worden. Neue Stadt, neue Aufgaben, neue Menschen, neue Emotionen. Ganz klar, so ist das immer und das Gefühl sollte für mich auch nicht ganz neu sein und hat mir auch nie sehr große Angst gemacht. Ich liebe Veränderung, ich kann mich überall zu Hause fühlen, wenn ich mir nur ein kleines Nest gebaut habe, in das ich mich immer wieder mal von der Welt zurück ziehen kann. Aber dieses Mal ist es irgendwie anders. Vielleicht weil ich glaube, der Tausch war auf voller Linie richtig. Stadt, Studium, Herz. Es ist das, was ich gebraucht habe, auch wenn es eigentlich zu früh ist, sich damit sicher zu sein. 

Ich will hier sein, will alles geben und will mich anschließend fallen lassen. Ich will mich anstrengen und neue Dinge in meinem Leben finden, auf die es sich zu fokusieren lohnt, mehr Kopfmensch ohne weniger Herzmensch sein. Ich wünsche mir seit langem immer nur das eine: ein kleines bisschen Sicherheit. Ein wenig Stabilität für mein notorisch wankendes Inneres (und häufig auch Äußeres). Ich will mich endlich festlegen dürfen und nicht mehr so leicht fallen (ge)lassen (werden). Ich will Vertrauen, vertrauen. Ich will wieder häufiger tun, was mir liegt und mich nicht von Menschen beeinflussen lassen, die nicht wissen, was sie an mir haben. Ich möchte weniger Drama und mehr Komödie. „Ich möchte Bündigeres, Einfacheres, Ernsteres, ich möchte mehr Seele und mehr Liebe und mehr Herz." Danke, van Gogh.

Ja und nun? Ich bin kein Mensch von Geduld, ich stürze von einem Abenteuer ins nächste ohne mal groß Luft zu holen oder mich einfach auf den Boden zu legen und Drei-Fragezeichen Kassetten zu hören. Ich ziehe bestimmte Dinge an, ohne es bewusst zu wollen, aber unterbewusst scheine ich wie verrückt Signale auszusenden. Ich kann mich bei akutem Schmerz nur schlecht in mein Schneckenhaus verziehen und einfach mal Tage, Wochen, Monate die Tür verkleben und mich tot stellen. Ich weiß, wozu das führen kann und das will ich nicht. Das bin ich nicht. Um die Hoffnung und den Glauben an mich nie zu verlieren, um wieder ganz zu werden und zu wissen, wo ich stehe, wo ich hin will, muss ich raus. Ich muss sehen, was ich alles tun und bewirken kann,wie gut es sich anfühlt sich frei zu fühlen, zu spüren dass man lebt, dennoch weiter leben wird, egal was einen in den Boden stampfen möchte. Vielleicht keinen Sinn sehen, doch immer wieder einen Grund finden, morgens aufzustehen und sich auf den Tag zu freuen und wenn es nur eine Minute ist, wegen der man dann Ewigkeiten lächelnd und mit einem warmen Gefühl in der Bahn sitzt. Ich möchte nicht wieder zurückfallen, in alte Muster, in alte Sorgen und Ängste, ich spüre sie immer wieder in meinem Bauch brodeln, doch ich kann das Feuer immer wieder vorm ausbrechen hindern, weil ich mich mittlerweile gefunden habe und weiß, was ich will. Keep your head up, keep your heart strong.

via tumblr
Und dann versuche ich heute abend den Schlüssel in der Haustür umzudrehen und merke, er passt nicht. Gehe ein Haus weiter, angekommen sein fühlt sich anders an, auch wenn ich nicht wüsste, wo ich besser sein sollte. Zeit - alles was mir gerade fehlt. Zeit zum ankommen, runterkommen, kurz hinlegen und wieder aufstehen, gestärkt und bereit für das Alles.

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All I was searching for was me.