Come on skinny love...

Zu oft in den falschen Momenten dieser Song. Vielmehr ständig, verstreut übers letzte Jahr. Hätte ich es mal als schicksalhaftes Zeichen genommen und hätte das ungute Gefühl, was mich jedes Mal schlagartig beschlich, hereinkommen lassen, anstatt ihm immerwieder sofort die Tür vor die Nase zu knallen... Hätte, hätte, hätte. Ich habe aber nicht. Und das aus einem Grund: ich war feige. Ich habe in den vielen Momenten, in denen ich gemerkt habe "oh, Moment, ist das jetzt wirklich das, was ich will?" feste die Augen zu gekniffen und habe weiterhin gesehen, was ich sehen wollte. Und das war vorallem eine riesengroße Schaumparty, die ich für was hielt, was man als Echt bezeichnen könnte.

So bin ich, so war ich, so will ich nie nie wieder sein. 


Momentan fühlt es sich so an, als würde ich endlich wieder wachsen. Als würde mein Stolz, der sich mit der Zeit ganz tief in meine Matratze gefressen hat, langsam wieder die Füße auf den Boden setzen und Geh-Versuche wagen. Als würde mein Selbstbewusstsein nicht mehr ständig im Kanon die ewige Leier "Du bist nicht gut genug, du bist einfach nicht gut genug, Kleines" grölen, sondern wie eine kaputte Kassette nur noch Bruchstücke an mich ran klatschen "du... nicht....Kleines". 

Und irgendwie scheinen es auch ein bisschen Mut und Selbstschutz zu sein, die ich mir mittlerweile jeden Morgen wie meinen Lieblingsschal um den Hals wickle und die es verhindern, dass sich die Schlinge aus Verzweiflung und Traurigkeit wieder um mich legen kann.

Kein Mann ist es wert, dass man sein Selbstbewusstsein, die Achtung vor sich selbst, den Mut und den Schutzmantel aufgibt, den man so sehr braucht. Was hilft, sich das immer wieder klar zu machen? Bei mir: mehr an das Gute an mir denken (und glauben), auch wenn man es für noch so nichtig hält und noch viel mehr an das denken, was wirklich dieses "Wir" ausmacht und was nicht.

Keep your head up, keep your heart strong.



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