Ich halt mich fern.

Dein Blick. Immer und immer wieder flimmert er kurz vor meinen Augen auf, hinterlässt das Gefühl, was ich mal wieder schnell herunter schlucke. Ich weiß nicht, wann du mich zuletzt so angeschaut hast, ob es überhaupt so einen Blick in unserer Geschichte gab, frage ich mich, und es bricht mir schleichend das Herz. Habe ich es nur nie gesehen? Und wieso dann, wenn der einzig mögliche Weg nicht die selbe Richtung zeigt? Wo warst du die ganze Zeit, wieso warst du nicht früher so, dann als ich es gebraucht hätte, als es uns gerettet hätte. Was ist passiert, dass zwei, die so gut aufeinander passen, so unglaublich schlecht miteinander umgehen?

Erst meins, dann wieder meins, dann deins. Herzen sind zur Genüge gebrochen, keiner hat sich mit Ruhm bekleckert, ich sehe die schlechten Tage und merke, wie sie zehrten und zerrten. An meiner Kraft, meiner Hoffnung, an meiner Liebe. Hätte es damals diesen ersten Punkt nicht gegeben, was wäre aus uns geworden? Was wäre wenn. Wir hätten es so gut haben können, hätte, hätte,...

Nichts ist mehr, wie es mal war. Ich sehe mich vor zwei Jahren: unsicher und planlos, mit Vorstellungen und Träumen, in die ich nicht hineinpasste, es so gerne wollte, aber es nicht das war, was ich bin. Du hast mich hier her gebracht, du hast mir immer wieder den Anstoß zu dem gegeben, was ich jetzt mache. Hamburg war nicht dein Wunsch, Hamburg war mein Ziel. Du hast mir gezeigt, was ich will, als ich es noch abgestritten habe, du kanntest mich, hast mir Mut gemacht, in eine Richtung zu gehen, für die ich mich zu dumm, zu klein gehalten habe. Du hast etwas in mir gesehen. Du hast mich zum Teil zu dem gemacht, was ich heute bin. Durch deinen Beistand, deine Worte, durch deine Liebe, deine Stiche in mein Herz. Du warst mein Zuhause, mein Zufluchtsort, der, bei dem fallenlassen eine sichere Sache war, meistens.

Leidenschaft hat uns verbunden. Das endlose Verlangen, dem anderen so nah zu sein, wie nur irgendwie möglich. Dich glücklich zu sehen, in diesen Momenten, war mein größtes Glück. Dein Herzschlag zu spüren. Ich vermisste es ständig, die Magie zwischen uns. Das war einzigartig, das weiß ich.

Zerbrochen hat mich dein Zögern. Immer wieder das selbe, auch zuletzt. Du sagest große Worte, doch das, was danach kam, hat sie zum Teil wieder zurück genommen. Ganz oder gar nicht, wir schwebten immer dazwischen, hingen fest im Fahrstuhl zwischen Keller und ganz oben. Wie kann man sich nur so unsicher sein? Habe ich mich ständig gefragt. Was kann ich noch tun, um dich zu überzeugen? War ich ständig am verzweifeln. Die schönsten Momente, die schönsten Tage und Nächte, doch es schien nicht genug, war nicht ausreichend, dass du dein Herz ganz in meine Hände legen konntest.

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