Ein Jahr.

Ein Jahr. Was schenke ich dir?

Endlich Hoch Hoch Hoch und tief. Tage im Auto, die immer gleichen Songs, der Hafen bei Nacht, Oreo Kekse.

Ein Jahr. Was kann ich dir geben, was du nicht eh schon von mir hast?

Nach Außen gestülpt, was ich verbergen möchte, gesehen, was wahre Gefühle anrichten. Bekommen, was ich so sehr wollte und es doch nie fassen können, das Glück vor mir.

Ein Jahr. Was wünschst du dir von mir?

Ich unterstütze an den falschen Stellen und leide, weil mir der Schmerz vertraut ist. Ich vertraue, weil ich aus schlechten Erfahrungen nur selten lerne und hoffe, weil das leichter ist als loslassen.

Ein Jahr. Was wünsche ich mir?

Ich halte aus, bleibe da, verdränge Monster und atme immer aus. Du mit der Kippe, ein Zeichen. Du mit der Kippe und einer anderen im Arm. Du und die Lüge, die uns zeichnet. Du und das ewige Verlangen. 

Ständig diese Bilder und das ziehen, die Angst und der Ekel. Ich schlucke und schlucke und schlucke. In meinen Träumen würge ich hinaus.

Ein Jahr. Wie wollen wir uns weiter sehen?

Ich bitte und bettle und heule. Ich schmeiß den Stolz über Bord und schreie dich an, ich kick mich selbst in den Dreck und warte, holst du mich raus? Ich bin und ich war und ich werde. Ich werde unverändert naiv sein. Ich will nicht aber ich kann nicht und ich weiß nicht, wohin wollen wir denn sonst gehen?

Ein Jahr und es gibt nichts zu feiern, gewachsen sind wir nur an uns selbst.

Ein Jahr und ich will dir etwas geben, das Eine was du so dringend brauchst, ich will dich nicht länger in Fesseln legen, lass dir Flügel wachsen und nutz es aus.

Freiheit. Wer du bist, was du willst, wie du kannst, wann du magst.

Dein Weg geht weiter, unserer ins Leere.

Denn der Aufprall ist nicht weich, nur weil man langsam fällt.






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