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Black and Blue, I will always

Ich höre auf, wenn es am schönsten ist und fange wieder an, wenn ich zu tode betrübt im dunklen Zimmer sitze und nicht mehr weiter weiß. Schreiben erlöst mich von dem Wirrwar in meinem Kopf, und wenn es nur Minuten sind, in denen ich in meinen eigenen Worten Trost und Klarheit finde. Schreiben ist mein backup Plan, mein kleiner Rettungsanker, wenn ich entkräftet im Wasser treibe, es hilft mir nicht unterzugehen, niemals. Doch gerade habe ich so etwas wie ein schlechtes Gewissen den vielen leeren Seiten und lange nicht benutzten Tasten und Stiften gegenüber. Ich kanns nicht im Moment, ich bin zu glücklich. Ich fühle mich wie die Freundin, die immer nur ankommt, wenn sie Probleme hat oder etwas braucht und den Rest der Zeit ihr Leben genießt, ohne sich auch nur einmal zu melden, aber es ist einfach wie verhext. Schon einige Male habe ich mich hingesetzt und mir vorgenommen: jetzt schreibst du, was dich gerade bewegt. Und bin über zwei, drei lasche Sätze nicht hinaus gekommen. Dabei...

you.

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You make me feel stronger.

Lieber Wolke 4 mit dir als unten wieder ganz allein.

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Ich fange an zu schluchzen, die Katze auf meinem Schoß zuckt erschrocken zusammen, guckt mich vorwurfsvoll an und rollt sich dann schnurrend wieder zusammen. Sie sieht den Kummer nicht, ihr geht es einfach gut, weil es keinen Grund gibt, dass es ihr schlecht gehen sollte, keine seelischen Schmerzen, kein Drama in ihrem Leben, außer wenn es mal nicht das zu futtern gibt, was gewünscht wird. Ich dagegen bekomme keinen Bissen mehr runter, das, was mir einmal alles bedeutet hat, liegt in Trümmern. Ich weiß, ich übertreibe maßlos, bin gerade geblendet von dem, was ich nicht habe, gefangen in der Sehnsucht nach dem, was ich scheinbar verloren habe. Ich muss endlich loslassen, dich freigeben, meinem Herz die Chance geben, sich zu erholen und zu beruhigen. Ich weiß, wir können nicht miteinander, schneiden uns am andern, wie an einem zerbrochenen Spiegel. Kurz scheint da etwas zu sehen zu sein, sehe ich dich? Sehe ich etwa uns? Ich greife danach und spüre sofort den scharfen Schmerz. Zi...

Halleluja Ding-Dong Happy, habt ihr alle was ihr braucht.

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Money left to burn - Kettcar Heute, als ich mit ner dicken Einkaufstasche beladen durch die Hamburger Innenstadt lief, auf dem Weg in den nächsten Laden, mit dem Telefon an Ohr, fiel er mir in den Augenwinkeln auf. Ein Mann vor einer Hauswand sitzend, um ihn herum drei große, wunderschöne Hunde, ein Schild mit "arbeitsloser Schäfer" neben sich. Ich ging zuerst vorbei, doch hielt inne, kramte meinen Geldbeutel heraus und suchte ein paar Münzen zusammen, ging ein paar Schritte zurück und legte dem Mann das Geld in die Mütze vor ihm, erntete ein lächelndes Danke und hätte gerne noch die Hunde gestreichelt, aber ging dann doch weiter.  Ich fühlte mich nicht gut danach, nicht wie "och jetzt hab ich aber ne gute Tat heute vollbracht", sondern eher mies. Wie immer nach so einem Moment. Tag für Tag gehe ich an Menschen vorbei, die betteln müssen, um überhaupt was zu essen zu haben, während ich mich dazu entscheiden kann, ob ich zu Biolebensmitteln greife oder auf d...

I´m a flame, you´re a fire I´m the dark in need of light.

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Samstagfrüh, die aufgehende Sonne begleitet mich durch die noch ruhigen Straßen, auf dem gefrorenen Sattel sitzend, die kalte Luft einatmend, rieche ich es das erste Mal seit langem wieder: Hoffnung. Der Duft von frischen Brötchen gepaart mit etwas, was ich nicht beschreiben kann, vielleicht ist es der erste Tag, der den Frühling erahnen lässt, vielleicht auch einfach nur die klirrende Kälte die von der Sonne verdrängt wird und sich wehrt, vielleicht ist es Einbildung und alles nur in meinem Kopf, es ist mir völlig egal, denn es ist da und es lässt mich lächeln und diesen Moment in tiefen Zügen einatmen.  Es ist nichts okay, mein Leben alles andere als perfekt gerade, doch in diesem Augenblick möchte ich die Augen schließen, die Sonne durch den roten Schleier genießen und glücklich sein. Von Innen heraus. Das mache ich dann auch, nur so kurz, dass ich mir mein Momentsglück nicht damit kaputt mache, mit voller Wucht gegen eine Laterne zu fahren, was so ein bisschen typisch wär...

Don’t you dare touch my heart unless you plan to stay.

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Dein Blick, dein Rumgedruckse, deine Stimme. Angst ergreift mich, Angst, was nun kommt, unausweichlich, doch ich versuche dennoch zu rennen, schneller zu sein, als die Worte, die mir direkt in den Magen schlagen werden. Ein Moment, der alles ändert, ein Augenblick später und du fliegst meilenweit von mir weg und ich versinke wieder, ebenfalls meilentief im Ozean. Ich stehe auf, packe meine Sachen, meine Hände zittern, mein Atem geht kaum noch, ich ziehe mich an, will mich wappnen, schützen, Distanz wahren, einen Moment wieder stark sein. Nicht nochmal, nicht schon wieder, nicht immer und immer wieder. Mein Herz klopft wie wild, mein Kopf wird heiß und ich sehe dich durch den Schleier sitzen und mich bitten, zu bleiben. Doch ich habe Angst, schreckliche Angst, will nicht hören, was ich doch schon weiß, weil es nicht leichter wird, nicht erträglicher, weil Herzen immer auf die gleiche Art und Weise brechen, ganz oder gar nicht, in tausend kleine Teile, von denen immer ein paar a...

Its okay to be...

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Weihnachten, vollgefressen, bewegungslos im Bett. So langsam wäre es mal wieder an der Zeit, für den alljährlichen Jahresabschlussbericht, doch wenn ich zurück denke, an die vergangenen 12 Monate, ist mir nur nach Einem: ganz laut Musik aufdrehen und "I´m a barbie girl" singend alles leugnen, was war. "life in plastic, it´s fantastic". Nein, dieses Mal ziehe ich kein Resüme über verlorene Liebe und wiedergewonnene Freiheit, über die Momente, die mir den Atem raubten und die, die mich nach Luft schnappen ließen. Kein Wort geht an dich und dich und an alle, denen ich dieses Jahr gegen das Bein und eventuell höher getreten habe, an die, die mich und die ich enttäuscht habe und an mein Studium schon gar nicht, dem bin ich zu viel schuldig, als dass ich ihm jetzt in die Augen schauen wollte.  Ich mache das jetzt mal anders, ich schaue nicht mehr zurück. Sonst sitze ich gleich hier heulend und mit der zweiten Tüte Schlümpfe, die mir mein Magen dann sicher nicht m...

So sehr dabei

Es reicht. Ich schließe die Augen und nehme den Staubsauger in die zitternden Hände, trete mit dem Fuß den AN Knopf, öffne die Tür und beginne. Es reicht. Klappernd werden die ersten Teile aufgesaugt, ein paar kleine Muscheln und Steine, vom letzten spontanen Strandausflug mit ihm, als nächstes ist sein Tshirt dran, dumpf gluckert es den Schlauch entlang, hätte nie gedacht, dass der Sauger das schafft, aber er weiß es wohl auch: es reicht. Der ganze Raum ist dunkel und Staubverhangen, ich gehe auf die kleine Spinne los, die mir aus einer Dose entgegenkrabbelt, lautlos verschwindet sie in der Tiefe, ihr folgen Fotos, Briefe, ein paar Kerzen und Cookies, ein ganzer Monatvorrat findet seine letzte Ruhe im Beutel. Es ist Verzichten angesagt, egal wie groß die Verführung immer wieder scheint, es reicht. CD´s mit unseren Liedern zerkratzen durch den Saugaufsatz, sie zerbrechen, als wären sie aus Glas, als ich auf sie eintrete, klirrend werden sie eingesaugt, es wird immer mehr, immer leicht...

but when I'll rise I'll be stronger than ever.

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Ich klatsche und alle um mich tun es mit mir, vor mir pfeift jemand begeistert, hier und da stehen Leute auf, manche kramen schon nach ihren Jacken. Ich sitze einfach da, aufrecht und den Hals gereckt, um die Darsteller in ihrem Verbeugungsmarathon zu beobachten. Es steigen Tränen in mir hoch, es kribbelt ganz schrecklich in meinen Nebenhöhlen, sie wollen raus. Dürfen sie aber nicht, na gut, vielleicht ein, zwei. Doch ich bin nicht traurig, im Gegenteil, ich fühle alles mögliche Schöne, so viel in einem Moment, dass es mich fast überschwappen lässt. Theater hat mich schon immer fasziniert. Ich habe es selbst ausprobiert, die ewigen Proben und das Texte lernen, weiß, wie es ist, wenn der Vorhang sich öffnet und man plötzlich jemand anders ist. Für eine Weile eine Rolle lebt, sich identifiziert, ihre Worte durch den eigenen Körper sprechen lässt, bis man dann wieder irgendwann hinter der Bühne verschwindet. Ich liebte es, mich dadurch einfach auszuleben, meiner Persönlichkeit neuen ...

Bin fast erstickt In deiner Atempause.

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Heute im Bus, stickig und schaukelnd zwischen Leuten, deren Blicke zu fangen ich mir hin und wieder zur Aufgabe mache, um sie zu verwirren, mich zu verwirren, weil ich es lustig finde, wie keiner dem anderen Fremden lange in die Augen schauen kann, auch ich nicht. Ich steige aus und es ist wieder da. Ein tiefer Zug, die kühle Luft nimmt Besitz von mir, wirbelt mich einmal auf und verlässt dann erwärmt wieder meinen Mund, nimmt mit, was sie finden konnte, an Angst, Zweifel, Seelendreck. Schafft Raum, mit jedem Atemzug ein bisschen mehr. Für die guten alten Träume, für konkrete Ziele. Mein Kopf wird langsam leerer, mein Körper befreit sich immer weiter, von all dem Ballast, den ich mir in den Jahren angeeignet habe, eingesogen in hastigen Zügen, um bloß nichts wieder zu verlieren, ohne zu merken, wie es mich belegt, mit einem Schleier von Innen, aus langsam immer stärker lähmenden Staub, der mich eingeengt hat, mir das Atmen schwer machte.  Du hast mir den Atem geraubt und ihn...